Der Work Shop

Die Workshops in unserem Berliner Standort beginnen mit einer Fesselung beider Hände aneinander. Die Seile werden dann durch eine Ring gezogen, was zuhause z.B. der Bettpfosten sein könnte. Durch zwei weitere Knoten wird das Ganze stramm gezogen und fertig. Dies wird 2-3x geübt, bis es sitzt.
Die Übung erfolgt dadurch, dass ich mit meiner Fesselpartnerin neben euch stehe und Schritt für Schritt jeden einzelnen Fesselschritt vorgebe, bis es mit dem Nachfesseln klappt. So funktioniert dies schon seit Jahren mit Erfolg.
Als zweites wird eine einzelne Hand gefesselt und via Seil an einem Balken befestigt, dann die andere Hand und links und rechts ein bisschen zugezogen. Neben der Fingertechnik des aktiv Fesselnden, wird hier besonderes Augenmerk auf die richtige Lage der Fesselung selbst gelegt.
Dann beginnen wir mit der Standardfesselung. Bei ihr werden die Arme hinter dem Rücken verschränkt und an den Handgelenken gefesselt. Dann geht es 2x oberhalb der Brust herum, dann 2x unterhalb der Brust herum, Sicherungsseile nicht vergessen, die beiden Zentralknoten auch nicht und bei den meisten springt dann der Funken über - und der will mehr. Zuhause mehr Seil auf der Haut, mehr Sicherheit in der Seilführung, mehr Kontrolle über den willigen Partner, mehr...
... und ganz von alleine ist der Weg das Ziel geworden. Man lernt nicht das Motorradfahren für die eine einzige Fahrt von A nach B, sondern weil man Blut geleckt hat und das Fahren an sich Freude bereitet. Und immer wieder passiert dies ähnlich in den Bondage Workshops. Jenseits von vorher abgesteckten Zielvorstellungen entwickelt sich etwas Neues.
Zwischen den Partnern entsteht Schritt für Schritt eine neue Form der "Verbundenheit" vermittelt durch das Seil.